Sehenwertes in und um Großburschla
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Stiftsgebäute und St. Bonifatius Kirche

In den fruchtbaren Niederungen des Werratales entstand vermutlich bereits im 9. Jahrhundert die vom Kloster Fulda abhängige Benediktinerpropstei Großburschla. Ende des 10. Jahrhunderts erneuerte Abt Werinhar von Fulda diese klösterliche Niederlassung und stattete sie mit einer prachtvollen Kirche aus.
Spätestens in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde das klösterliche Anwesen zum Kollegialstift, einem säkularen Chorherrenstift, das das Bonifatiuspatrozinium besaß.
Das Fehdewesen des 13. Jahrhundert ließ das Werragebiet wiederholt zum Kriegsschauplatz werden und zog auch den Stift in Mitleidenschaft. Kirche und Stiftsgebäude wurden zerstört und beschädigt. Weitere Zerstörungen erfolgten in den Jahren des Bauernkrieges.
Seit etwa 1800 fand die ehemalige Stiftskirche von Großburschla als Pfarrkirche Verwendung.
Obwohl sie umgebaut und verschiedentlich erneuert wurde, sind heute noch viele architektonische Elemente vorhanden, die in die Zeiten ihrer bewegten Vergangenheit zurückreichen. Die Seitenwand eines romanischen Mittelschiffes hat sich größtenteils erhalten. Sie ruht auf Säulen und Pfeilern, die miteinander abwechseln. Die Säulen tragen romanische Würfelkapitelle. Besonders auffallend sind zwei Säulen, die man in einem Seitenraum des Chorraumes in der Verlängerung der genannten Kirchenwand eingemauert fand und die bei Restaurierungsarbeiten freigelegt wurden.
(Quelle: Artikel Pfarrer Thomas Anbau)
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Heimatmuseum

Das Heimatmuseum wurde 1996 im Stiftsgebäude am Ortseingang durch den Heimatverein Großburschla 1990 e.V. eingerichtet. In vier Ausstellungsräumen ist die Ortsgeschichte dokumentiert. Zu sehen sind etwa 3.000 Fotos über das dörfliche Leben, Feste, Fachwerkhäuser u. v. m. In weiteren Räumen kann man eine komplett eingerichtete Schuhmacherwerkstatt, Tisch- und Leibwäsche sowie Teile der Großburschlaer Tracht besichtigen. Außerdem sind je ein Wohn- und Schlafbereich mit den entsprechenden bäuerlichen Einrichtungsgegenständen nachgestellt.
Öffnungszeiten nach Vereinbarung mit:
- Gitta Oswald, Im Loch 2, Tel. 036923/88328
- Herbert Wallborn, Hinter Der Schule 14, Tel. 036923/88050
- Jochen Luhn, Hessische Straße 9, Tel. 036923/88264
- Heinrich Arnoldt, Hessisches Ende 10, Tel. 036923/88317
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Fachwerkhäuser

Sehenswert sind unter anderem auch die vielen Fachwerkhäuser, die liebevoll von ihren Besitzern renoviert wurden und Sehenswert sind unter anderem auch die vielen Fachwerkhäuser, die liebevoll von ihren Besitzern renoviert wurden und mit ihrem teils einzigartigen Baustil dem Dorfbild ein besondere Charakteristik verleihen.
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Heldrastein - Der König des Werratals

Der Heldrastein ist mit 503 Metern eine der höchsten Erhebungen des Ringauplateaus. Vom Werratal bietet der Heldrastein einen majestätischen Anblick, deshalb wird er auch als König des Werratals bezeichnet.
Nicht allein die wilde Schönheit des mächtigen Kalksteinfelsens machte ihn von alters her zum Ziel unzähliger Wanderer. Auf seinen Boden gedeiht eine üppige Flora. Orchideen, Lilien, seltene Farne und Gräser findet der Kenner hier ebenso wie Gebirgsblumen, die man sonst nur in den Alpen vermutet. Neben dem heimischen Wild kann man in den zerklüfteten Felsen noch Wanderfalke und Uhu beobachten. Auch Kreuzottern fühlen sich auf dem Kalksteinboden im Sonnenschein sehr wohl.
Blickt man im Sommer von der Aussichtsplattform auf das Dorf Heldra, erkennt man ein Storchennest und kann sogar die Störche bei der Futtersuche in den Werraauen entdecken
Für Geologen, die mit der Bodenbeschaffenheit des Gebietes an der Werra beschäftigen, war der Heldrastein schon immer das Ziel von Exkursionen. 40 Jahre lang war der Berg für Wanderer unerreichbar, denn er lag im militärischen Sperrgebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Nur Partei- und Staatsfunktionäre sowie ausländische Militärs durften die Aussicht in den Westen genießen.
Nur wenige Wochen nach der Grenzöffnung im Jahre 1989 Schlossen sich Heimatfreunde aus Thüringen und Hessen zu der Interessengemeinschaft Heldrastein zusammen. Sie wollten den König des Werratals wieder zu dem Machen was er einmal war: Zu einem für alle lohnenden Wanderziel.
Zunächst wurde die „Florian- Henning- Hütte“ errichtet. Sie hat ihren Namen von der Sagengestalt des Berges, dem Räuber Henning, dem „Robin Hood“ des Werratales. Nach der „Florian- Henning- Hütte“ baute die IG- Heldrastein neue Schutzzäune an der Felskante, stellte Bänke, Tische und Wanderteichen auf und richtete die Wanderwege wieder her. Danach waren die Vorraussetzungen geschaffen, den ehemals von der StaSi genutzten Gitter Turm zu einem Aussichtsturm für Wanderer um zu bauen. Der „Turm der Einheit“, der zu 65 Prozent aus Spenden- und Vereinsmitteln finanziert wurde, soll den Besuchern einen optimalen Rundblick und ein gewaltiges Naturerlebnis bieten. Die IG Heldrastein ist mittlerweile mit mehr als 400 Mitgliedern einer der größten Heimatvereine der Region.
In Eigenleistung wurden für die zahlreichen Wanderer zirka 15 Kilometer Wanderwege neu angelegt Sechs Rastplätze und vier Schutzhütten gebaut, 74 Ruhebänke laden die Wanderer zum Schauen und Verweilen ein.
Auf dem kürzesten Weg zum Heldrastein müssen rund 150 Meter Höhenunterschied und 300 Stufen bewältigt werden. Ist man erst einmal am Aussichtspunkt angelangt, dann ist alle Mühe und Anstrengung vergessen, und man hat Verständnis für frühere Gipfelbuchtexter, die schrieben: „Und golden liegt Tal und Höh’n, oh Welt, du bist so schön“.
Vergessen ist was sonst den Gedankenkreis beschäftigt, weit ist man der Alltagswelt entrückt, Man glaubt sich in ein Märchenland versetzt. Lange blickt man auf das schöne Werratal, die Berge Hügel und Dörfer. Faszinierend zu jeder Jahreszeit die Farben der Felder und des Waldes. Oftmals hört man nicht nur die Tiere des Waldes, man kann sie auc beim Flug in die Felsen und oder beim Äsen auf den Wiesen beobachten.
Unmittelbar hinter dem Schutzzaun fällt die Felswand des Heldrasteins schwindelerregend bis zu 62 Meter fast senkrecht ab und dies in einer Bandbreite von zirka zwei Kilometern, begrenzt von Hüneburg und Dreiherrenstein. Von ihrem Fuße aus erstrecken sich bewaldete, wellenförmige, sich allmählich verflachende Berge bis hinab zur Werra, die 330 Meter tief unter dem Betrachter fließt. Fast scheint es, als hätten sich diese Berge vor hunderte von Jahren von der Felswand losgelöst.
Über Laub und Tannengrün schweift der Blick hinab zur Werra, die dem ganzen Bilde dem ihm eigenen poetischen Glanz und Zauber verleiht. Von dem mittleren Felsen des Heldrasteinmassives, der Kanzel, bietet sich dem Betrachter ein herrliches Panoramabild unserer schönen Heimat. Blicken wir nach links an der Felswand entlang, so leuchten von Westen die Dächer Graburggemeinde Weißenborn herüber. Wenden wir uns im Urzeigersinn, so sehen den Schlierbachswald und davor die Dörfer Großburschla und Völkershausen.
Unsere Aussicht wird begrenzt durch die Leuchtberge bei Eschwege und den gewaltigen Meißner am Horizont In der Ferne grüßt die Gobert mit Neuerode. Wanfried liegt etwas versteckt unter der Plesse mit Keudelskuppe und Hülfensberg im Hintergrund. Eingebettet zwischen Muhlienberg und Werra erstrahlt Altenburschla, mehrmaliger Goldmedaillengewinner im Dorfverschönerungswettbewerb. Vom Bahnhof Großburschla her blicken wir auf das uns zu Füßen liegende Heldra, wo die Stammhäuser der Vorfahren des August- Hermann Francke und des amerikanischen Freiheitskämpfers Friedrich- Wilhelm von Steuben stehen. In der Ferne sehen wir den „Eichsfelder Dom“, die Kirche vom Effelder. Der Werra flussaufwärts folgend, erblicken wir das Städtchen Treffurt mit seiner Ritterburg „Normannstein“. Weiter Werra aufwärts lugen einige Häuser von Falken aus dem Tal.
Wer nun noch die 162 Stufen auf den 30 Meter hohen Aussichtsturm steigt, der wird beim Blick über die Baumwipfel in Richtung Südwest die Täler und das Hochplateau des Ringgaus mit Altefeld sehen. Im Süden liegen die Berge des Thüringer Waldes mit der Wartburg und dem Inselberg und die Hörselberge. In weiter Ferne sind der Ettersberg und die Kaliberge bei Heringen, Merkers und Philippstal zu sehen. Und in ganz weiter Ferne erblickt man die Hohe Rhön. In entgegen gesetzter Richtung sind über dem „Eichsfelder Dom“ hinweg bei guter Fernsicht auch die Harzberge mit dem Brocken auszumachen.
Wer einmal den König des Werratals in seiner Ruhe und Schönheit erwandert hat, der wird immer wieder kommen.
(Quelle: Marktspiegel vom 6.07.04)
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Försterhäuschen

Die vom Heimatverein Großburschla 1990 e.V. liebevoll angelegte und gepflegte Freizeitanlage an der Heldrasteinstraße zwischen Großburschla und Schnellmannshausen bietet Wanderern auf dem Weg zum oder vom Heldrastein eine Möglichkeit zur Rast. Ein Teich, der mit frischem Heldrasteinquellwasser versorgt wird, sorgt für einen idyllischen Anblick und lädt zum längeren Verweilen ein. Zur Unterhaltung der Kinder ist ein kleiner Spielplatz errichtet wurden.
Das Försterhäuschen ist Austragungsort des alljährlich stattfindenden Heimatfestes. An diesem Tag lädt der Heimatverein zu einem Familiennachmittag mit Kaffee und Kuchen, sowie Wurst und Steak vom Grill. Musikalisch wird die Feier meistens von einem Alleinunterhalter, den Großburschlaer Männerchören und dem Posaunenchor untermalt.
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Schnitzerei & Stickerei
"Wer rastet, der rostet" - Das sagt sich auch das Ehepaar Csincsura aus Großburschla. Während Oscar schon seit einigen Jahren dem Hobby der Schnitzerei nachgeht, übt sich seine Frau Annemarie in der Kunst der Stickerei. Beide haben zusammen eine beachtliche Sammlung an Stickereien und Schnitzereien erarbeitet und können darauf wirklich stolz sein. Weitere Infos finden Sie hierzu unter www.schnitzen-sticken.de.



